Emanzipation aktuell > 31.05.2010 - Straßenstrich Zürich - Förderung der Illegalität auf dem Rücken der Frauen

31.05.2010 - Straßenstrich Zürich - Förderung der Illegalität auf dem Rücken der Frauen

Der Weltwoche-Journlist Alex Baur (mehr über den Autor am Ende des Artikels) hat sich an das pikante Thema Rotlicht bzw. das noch pikantere Thema Straßenstrich herangewagt und die aktuelle Sitation in Zürich beleuchtet.

Herausgekommen ist eine sachliche, nüchterne und zugleich auch irgendwie erschreckende Analyse darüber, wie die Behörden und die Polizei auf dem Rücken der Frauen Repression und Kriminalisierung betreiben.

Die politischen Verantwortlichen wollen offenbar ins 19. Jahrhundert zurück. Und dies im grünlinken und angeblich so toleranten Zürich mit Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Verwunderlich erscheint, warum es keinen Aufschrei von Frauenrechtlerinnen (und Frauenrechtlern), weiblichen (und männlichen) Emanzen und anderen fortschrittlichen Leuten oder solchen, die sich für fortschrittlich halten, gibt.


Doch bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:
Von Alex Baur / Weltwoche

Das Elend auf dem Straßenstrich am Zürcher Sihlquai wurde künstlich geschaffen.
Nachdem die Behörden das lokale Sexgewerbe jahrelang systematisch verdrängt haben, sind mit der Grenzöffnung Illegale aus Osteuropa nachgerückt. Klassische Zuhälter haben wieder Konjunktur.


Neunzig-Tage-Bewilligungen für dreißig Franken: Dirnen in der Stadt Zürich.

Mit der Dunkelheit kommt Betriebsamkeit auf am Zürcher Sihlquai, einer schmucklosen Einfallsachse, die vom Escher Wyß-Platz durch das Industriequartier zum Hauptbahnhof führt. Vor allem an Wochenenden buhlen hier dutzende von leichtbekleideten Damen im Schummerlicht der Straße um Kundschaft.

Man fühlt sich zurückversetzt in die (nicht immer so guten) alten Zeiten, als die Sex-"worker"-innen noch Dirnen hießen und von halbseidenen Kerlen beschützt wurden, die man Stenze nannte und die mit einem Bein stets im Knast standen.

Mit den Dirnen sind auch die Stenze wieder zurück. Nur sind keine Schweizer mehr unter ihnen. Sie stammen aus Osteuropa, viele von ihnen sind Roma. Das Angebot ist das gleiche wie damals: schnelle Nummern auf dem Beifahrersitz, vornehmlich auf Französisch oder manuell, gegen Aufpreis wird alles Mögliche möglich.

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October 18. 2017 00:14:45


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