12.06.2010 - Übler Feind der Emanzipation: Erich J. Heß

Heß, Fraktion SVP plus, reicht dringliche Motion ein und fordert die "sofortige Abschaffung der Fachstelle für Gleichstellung!"


Foto: Erich J. Heß, JSVP Bern
Foto: Erich J. Heß, JSVP Bern
Es ist unfaßbar, was der JSVP-Politiker Erich J. Heß fordert. Wörtlich schreibt er:

Die Reaktion auf die Veröffentlichung des Sprachleitfadens für die Stadtverwaltung Bern hat gezeigt, daß dieser nicht nur unbrauchbar, sondern auch sinnlos ist. Auf 12 Seiten präsentiert die Fachstelle für Gleichstellung teils absurde Vorschläge für Begriffsänderungen in der deutschen Sprache, da diese angeblich männlich dominiert ist.

Ganz normale, wertfreie Wörter wie „Fußgängerstreifen“ werden als diskriminierend abgestraft und sollen durch dumme Neukonstruktionen ersetzt werden. In welcher Zeit leben wir?

Die Gleichstellung von Mann und Frau wird in der Schweiz seit Jahren erfolgreich praktiziert. Durch den Sprachleitfaden hat sich die Fachstelle für Gleichstellung selbst disqualifiziert und macht sich schweizweit lächerlich. Er bringt keine Verbesserung, im Gegenteil, er bedeutet einen Rückschritt für die längst erfolgte und akzeptierte Gleichberichtigung.

Offensichtlich hat die Stadt Bern keine größeren Probleme als sich um die angebliche Diskriminierung im Gebrauch der deutschen Sprache zu kümmern.

Für solche sinnlosen Projekte steht Geld zur Verfügung, während es in anderen Bereichen am Nötigsten fehlt und den Bürgerinnen und Bürgern wird ihr hart verdientes Geld aus der Tasche gezogen.

Wenn der Gemeinderat diesen Sprachleitfaden tatsächlich umsetzen will, zeigt er damit, wo für ihn die Prioritäten liegen und wie wenig ihm die Belange der Stadt Bern offensichtlich am Herzen liegen.

Aus diesem Grund fordere ich den Gemeinderat umgehend auf:

   1. die Vorschläge des Sprachleitfadens für die Stadtverwaltung nicht umzusetzen, da diese absurd und unhaltbar sind.
   2. die Fachstelle für Gleichstellung sofort abzuschaffen.

Begründung der Dringlichkeit:

Das Ansehen von Bern hat schweizweit Schaden genommen und die Diskussion muß unbedingt rasch zum Ende gebracht werden, schreibt Erich J. Heß weiter. Realitätsferner geht es gar nicht: Die Fachstelle für Gleichstellung hat ihre Aufgabe längst erfüllt, findet Heß und äußert: In der Schweiz - und somit auch in der Stadt Bern - herrscht Gleichberechtigung. Mit der Veröffentlichung des Sprachleitfadens zeigt sie, daß sie offensichtlich keine akuten Fragen zu diesem Thema behandeln muß und ist somit überflüssig.