Emanzipation aktuell > Der Körper der Frau > Damenbart entfernen oder nicht?

Damenbart entfernen oder nicht?

Frauen, die einen Damenbart von natur aus mitgegeben bekommen haben, sollten ihn als Bestandteil ihres Körpers akzeptieren.

Die Vorstellung, Frauen müßten sich nach männlichen Geschmacksmustern richten, kann nicht gutgeheißen werden.

Sie ist in der leider immer noch patriachisch dominierten Gesellschaft eine typitsche Form der Unterdrückung der Frau durch den Mann.
 

Hintergrundinfos

In Internetlexika heißt es hierzu u. a.:

Hirsutismus ist der Haarwuchs mit als männlich angesehenem Verteilungsmuster bei Frauen, der entweder durch die vermehrte Bildung von Sexualhormonen oder aber durch psychogene Faktoren wie sozialer Streß oder ein Angstsyndrom ausgelöst werden kann. Nicht mit dem Hirsutismus zu verwechseln ist die Hypertrichose.

Ein typisches Kennzeichen des Hirsutismus ist der Damenbart.

Hirsutismus kann verschiedene Ursachen haben:

Hirsutismus ist häufig mit Übergewicht und Insulinresistenz vergesellschaftet.

Gesellschaftliche Akzeptanz 

Aufgrund gesellschaftlicher Normen wird ein Damenbart häufig als unschicklich betrachtet. Daher wird versucht, ihn mit den verschiedensten Mitteln „unsichtbar“ zu machen (Blondieren) oder zu entfernen (Epilation).

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo hat ihren „kleinen Bart“ bei Selbstporträts aber stets mitgezeichnet, was als Zeichen verstanden werden kann, daß ein Oberlippenflaum gerade bei dunkelhaarigen Frauen alles andere als ein Makel ist, sondern im Gegenteil sogar zur Schönheit der Person beitragen kann.

Bärtige Frauen waren ein wichtiger Bestandteil der sogenannten "Freak-Shows", die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Lande zogen.

Die betroffenen Frauen können unter ihrem Bartwuchs stark leiden. Der psychosoziale Druck kann sehr groß werden, dass so manche sich sozial isolieren. Eingesetzt werden medikamentöse und mechanische Haarentfernung.

Login Letzte Änderung:
October 18. 2017 00:14:45


Druckversion